Ein Wiedersehen macht Freude
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Die wenigen Sehenswürdigkeiten in Sofia lassen wir schnell hinter uns und nehmen einen Zug nach Alexandropoulis, Griechenland. Schon die Zugbesteigung in Sofia fängt gut an, der Zugbegleiter ist Grieche und gibt uns in seiner unnachahmlichen griechischen Art zu verstehen, das dies der Zug nach Saloniki sei, Jawohl! Auch die Fahrscheinkontrolle amüsiert mich und beim Grenzübertritt jubele ich sogar vor Begeisterung - Johannes bleibt ganz der Coole. Die Grenzbeamten scheinen sich nicht wirklich für uns zu interessieren, da wir ihnen sagen, dass wir aus Deutschland seien. Mit Grenzübertritten haben wir ja nun auch schon eine gewisse Routine entwickelt. Doch da. Der Beamte schaut in Johannes Pass und ihn verdutzt an - Pause - Dann: "You cut your hairs!" Kurzes Grinsen und weg ist er. In Strimon an der Zuggabelung zwischen Sofia, Tessaloniki und der Türkei müssen wir umsteigen, unser Zug kommt aber erst morgen. Wir wundern uns - ist das nicht die Bahnstation, an der Jurek, Moritz, Johannes und ich schoneinmal eine geniale Nacht mit viel Musik, Ouzo, Souflaki und Bahnverschiebungen verbracht haben? Unsere "Befürchtungen" bestätigen sich - Ja, sie ist es! Wir waren uns im vorhinein uneins, ob wir nochmal hier her kommen sollten, da doch der Abend damals legendär und vermutlich unübertroffen war. Die schöne Erinnerung wollten wir uns nicht nehmen lassen. Jetzt hat das Schicksal uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht und wo wir schonmal da sind treten wir in die gute Bahnhofsstube ein. Jorgos und seine Frau und auch ein paar Freunde mit Kind sind da. Er schaut mich ganz verdutzt an und macht immer größere Augen. Dann ruft er erstaut freudig aus und schlägt in meine ausgestreckte Hand ein. Wir sollen doch bitteschön Platz nehmen. Wird gemacht, gerne. Und Musik machen. Gerne doch, aber erstmal was essen und trinken. Also schnell zwei Ouzo Meze her und zwei Amstel dazu. Wir futtern drauf los, während Jorgos seinen verdutzten Gästen und eintreffenden Leuten erklärt, wer wird denn sind. So genau weiß er es aber auch wohl nicht. Dann wirds Zeit für Musik. Wir geben ein paar Lieder zum besten und bekommen schon bald von ein paar vorbeischaünden Bahnhofsarbeitern die ersten Amstel ausgegeben. Mit Jorgos unterhalten wir uns mit Händen und Füssen und in allen Sprachen der Welt, denn Jorgos "kann" alle Sprachen. Und Ouzo bekommen wir dann auch noch ausgegeben. Aber nein, nicht aus der Flasche, raunt Jorgos seine Frau an. Die Andere bittesehr, die Gute! Gegen kurz vor Mitternacht ist der Spass dann auch schon vorbei. Ab es ist klar. Essen, Trinken und Feiern, das geht hier immer noch. Wir verabschieden uns voneinander und beziehen unser bekanntes Lager zwischen alten Güterwaggons. über uns Leuchten die Sterne um die Wette - Puh, ist das kalt hier. Na ja, ist ja auch November. Aber nee, kann gar nicht kalt sein, wir sind doch in Griechenland! Adrian |
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